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Leben auf den Shetland Inseln

eine richtige Herde

Es gibt zwei neue Isländer in unserer Pferdefamilie. Die beiden neuen Stuten sind schon etwas älter, Brá frá Reykjavík ist 20 und Hetja frá Skeiðháholti ist 19 Jahre alt. Beide hatten mehrere Fohlen, meine Nachbarin hat mit ihnen erfolgreich gezüchtet. Seit Januar weideten die beiden auf dem Hillpark von Finnigarth, und als der Schnee kam, habe ich mit der Heufütterung geholfen.

Hetja
Brá

Brá ist sehr nervös und mag es gar nicht, wenn man sie streichelt. Seit ich das verstanden habe, hat sie Vertrauen in mich gefasst. Hetja ist einfach eine nette Isländer Stute. Als meine Nachbarin erwähnte, dass sie ein neues Heim für die beiden sucht, konnte ich die beiden Stuten nicht gehen lassen. Die Bedingung war natürlich, dass sie sich mit Hekla, Fönix, Festus und Ulysses vertragen.

Sie waren für die ersten paar Tage alleine auf einer Weide und wir haben sie an unsere Morgenroutine, Frühstück und striegeln im Stall gewöhnt.

Als ich Brás Stammbaum studiert habe, stellte sich heraus, dass Fönix mit ihr verwandt ist, ihr Grossvater ist Fönix Urgrossvater. Die beiden haben die Mähnen Highlights gemeinsam!

Wir haben uns dann entschlossen, alle Pferde zusammen zu bringen. Es gab natürlich Auseinandersetzungen, die beiden starken Stuten Hekla und Hetja führten den Machtkampf, die anderen hielten sich in sicherer Entfernung. Es ist noch nicht ganz klar für uns, wer nun wirklich die Leitstute ist, aber es hat sich eine schöne kleine Herde gebildet.

Wir haben auch im Stall für alle Platz gefunden.

Ein grosser Traum ist für mich wahr geworden!

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West Burrafirth

Dies sind ein paar Bilder von einem kurzen Roadtrip nach West Burrafirth. Orcas waren in der Bucht von Sandness gesichtet worden und es bestand die Möglichkeit, dass die Gruppe via West Burrafirth gegen Norden ziehen würde. Leider hatten die Orcas die Bucht nicht besucht, dafür haben wir eine weitere schöne Landschaft entdeckt. Bei wärmeren Temperaturen würde sich ein längerer Besuch sicher lohnen.

Es scheint eine ziemlich einsame Gegend zu sein, die Schafe waren erstaunt, uns zu sehen.

Von West Burrafirth kann man mit der Fähre nach Papa Stour gelangen, eine Überfahrt von etwa 35 Minuten. Man sollte den Fährfahrplan genau studieren, da es nur an 2 oder 3 Tagen möglich ist, längere Zeit auf Papa Stour zum wanderen zu verbringen, und wieder eine Fähre zurück zu bekommen. Es gibt keine Übernachtungsmöglichkeiten.

Dieses Mal hatten wir kein Glück mit den Orcas, aber im Sommer 2019 durften wir diese imposanten Tiere an der Ostküste in der Nähe von Sandwick beobachten.

Foto Katie Smith
Foto Katie Smith
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Winter II

Die aufgehende Sonne beleuchtet die Schneewolke. Es war heute morgen noch schöner, dieses Mal eine richtige Schneedecke. Der Schnee ist trocken und knirschend, der Tag war wunderschön, windstill, sonnig und eisig kalt. Ich will euch die Bilder nicht vorenthalten….

Schneepflug und Streuer, der Strassenservice auf Shetland ist wirklich 1A.

Wir werden beobachtet… es sind die beiden Isländer Damen meiner Nachbarin.

und nochmals am Nachmittag

Es war wirklich ein wunderschöner Tag.

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Winter

Winter in Shetland ist vor allem nass, stürmisch und kalt. Laut meinen Nachbarn war der letzte grosse Schneefall 10 Jahre her. Die nördliche Lage der Shetland Inseln sorgt nicht zwingend für Schneefall. Man ist nie weit vom Meer entfernt und die Temperaturen fallen nicht oft unter Null Grad.

In den letzten Tagen war es dann aber fast windstill und obwohl es ein Gemisch von Schnee und Eiskügelchen war, sind wir zu einer fast weissen Landschaft aufgewacht.

Einer unerer Nachbarn fährt ein Streufahrzeug für die Gemeinde Shetland und so wird unsere kleine Strasse auch schon am Morgen bedient.

Hier waren erstmals nur die Schafe unterwegs.

Das Eis bildet sich auf dem Loch of Sung.

Die Isländer und Shetties sind gut gegen die Kälte geschützt.

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Voe of Dale

Ein kleiner Ausflug zum Voe of Dale an einem wunderschönen Wintermorgen nach ein paar stürmischen Tagen, es gab kaum Wind, die Sonne gab schon etwas Wärme ab und das Meer war noch immer ziemlich aufgewühlt.

Der Spaziergang führte uns durch das Dale of Walls ans Meer.

Ein neugieriger Seehund wollte wissen, wer hier seinen Strand besucht. Im Sommer sollte man diesen Strand am besten vermeiden, Küstenseeschwalben nisten hier und sie greifen jeden Eindringling mit ihren langen Schnäbel an.

Auch Foula geniesst etwas Sonne.

Der Blick zurück ins Tal von Walls, die Sonne steht im Winter so tief, kaum zu glauben, dass erst Mittag ist und nicht schon später Nachmittag.

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Regenbogen und Wolken

Shetland ist das Land der Regenbogen, eine wunderschöne Folge der häufigen Regenschauer.

Durch die Weite der Landschaft kann man häufig einen ganzen Regenbogen sehen, die Kamera kann gar nicht alles erfassen.

Doppel-Regenbögen gibt es auch häufig.

Im Sommer hatten wir das besondere Glück einen Regenbogen in pink zu sehen, ein wunderschönes Phänomen bei Sonnenuntergang.

Es war ein unglaublicher Anblick und die Fotos werden dem Phänomen nicht wirklich gerecht.

Das war die andere Seite der Aussicht.

Diese nächsten Fotos sind Impressionen von einem Winterabend, oder genauer ein Winternachmittag, es ist ja schon dunkel um vier Uhr.

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Hunde Spaziergang

Der Hillpark, wie Wiesen, wie diese in Shetland genannt werden, gehört zu unserer Croft. Die Wiese wird nicht genutzt, um dem Land eine Chance zur Regenerierung zu geben. Es ist der beste Ort für unseren Hundespaziergang, es braucht keine Leine und weit und breit keine Schafe.

Ich habe hier schon so viele Fotos gemacht, aber ich habe eine neue Kamera und musste sie unbedingt an meinem Lieblingsort ausprobieren.

Die Farben der Landschaft sind zu Braun übergegangen. Man kann auch gut am Wolkenbild erkennen, dass das Wetter auf der Westseite oft viel besser ist als an der Ostküste und in Lerwick.

Copper und Drummer lieben die Kaninchenjagd. Zum Glück sind die Viecher viel schneller als unsere Hunde.

Trotz dem kargen Boden gibt es das ganze Jahr interessante Pflanzen zu entdecken.

Unsere Shelties fühlen sich wohl und geniessen die Freiheit.

Das scheint der letzte wirklich wunderschöne Tag gewesen zu sein. Wind und Regen sind von nun an an der Tagesordnung.

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Loch of Sung

Eine der Wiesen von Finnigarth grenzt an Loch of Sung, ich sehe den Loch jeden Tag und trotzdem ist dies erst das zweitemal, dass ich den kleinen See umrundet habe.

Es gibt nicht viele markierte Spaziergänge auf Shetland, da in Schottland die Regel „free to roam“ (frei umherwandern) gilt, natürlich ohne einen Schaden anzurichten oder Tore offenzulassen.

Man braucht unbedingt Gummistiefel für diesen Spaziergang.

Der feuchte Boden hat in diesem Herbst eine unglaubliche Vielfalt an Pilzen produziert.

Die Wolken waren spektakulär, der sonnige Nachmittag wurde langsam von einer Regenfront verdrängt.

Im Frühling und Sommer brüten viele Vögel an diesem See und die Wildgänse benützen ihn als Rastplatz auf dem Weg weiter in den Norden und auf dem Rückweg in den Süden.

Wir haben es gerade noch vor dem Regenguss nach Hause geschafft.

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Voe of Footabrough

Es ist wirklich nicht weit zum Voe of Footabrough, aber letztes Wochenende war mein erster Spaziergang dorthin.

Der Weg führt über Schafweiden und so mussten die Hunde zuhause bleiben.

Dieses alte Crofthaus hat eine wunderschöne Aussicht über den Voe.

Der Bach, der bei unserem Haus vorbei gurgelt, fliesst schlussendlich in den Voe of Footabrough.

Die Insel Foula versteckte sich in einer Regenwolke.

Das Wetter kann sich sehr schnell ändern und so kam Foula doch noch zum Vorschein.

Ein Stück Regenbogen begleitete uns auf dem Heimweg.

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Herbsttag

Die Tage werden kürzer und die Sonnentage muss man geniessen. Heute war so ein Tag, Sonnenschein mit einem kräftigen, kalten Wind.

Die Wildblumen sind verblüht und die Brutvögel sind in den Süden geflogen. Die Isländer und Shetland Ponies haben schon ein gutes Winterfell und sie geniessen die grossen Weiden. Sie haben Zugang zu vier Wiesen, eine fünfte ist noch in Reserve für den Winter. Wir haben in unserem ersten Sommer auf der Croft hoffentlich eine bessere Graswirtschaft betrieben als unser Vorgänger und brauchen nicht so viel Heu als Zusatzfutter.

Richtung Norden

Das ist der Blick in Richtung Norden. In den letzen paar Nächten konnte man das Nordlicht sehen. Die Aurora Borealis wird in Shetland Mirrie Dancers genannt. Leider habe ich kein Photo, eine Investition in eine gute Kamera wird wohl nötig sein…

Voe of Footabrough

Die Tomaten haben es nicht ganz geschafft, im Shetland Sommer rot zu werden. Die Tage sind zwar lang, aber es ist auf die Dauer nicht warm genug. Der Wintergarten ist kurzfristig zu einem Gewächshaus geworden.