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Leben auf den Shetland Inseln

Hunde Spaziergang

Der Hillpark, wie Wiesen, wie diese in Shetland genannt werden, gehört zu unserer Croft. Die Wiese wird nicht genutzt, um dem Land eine Chance zur Regenerierung zu geben. Es ist der beste Ort für unseren Hundespaziergang, es braucht keine Leine und weit und breit keine Schafe.

Ich habe hier schon so viele Fotos gemacht, aber ich habe eine neue Kamera und musste sie unbedingt an meinem Lieblingsort ausprobieren.

Die Farben der Landschaft sind zu Braun übergegangen. Man kann auch gut am Wolkenbild erkennen, dass das Wetter auf der Westseite oft viel besser ist als an der Ostküste und in Lerwick.

Copper und Drummer lieben die Kaninchenjagd. Zum Glück sind die Viecher viel schneller als unsere Hunde.

Trotz dem kargen Boden gibt es das ganze Jahr interessante Pflanzen zu entdecken.

Unsere Shelties fühlen sich wohl und geniessen die Freiheit.

Das scheint der letzte wirklich wunderschöne Tag gewesen zu sein. Wind und Regen sind von nun an an der Tagesordnung.

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Loch of Sung

Eine der Wiesen von Finnigarth grenzt an Loch of Sung, ich sehe den Loch jeden Tag und trotzdem ist dies erst das zweitemal, dass ich den kleinen See umrundet habe.

Es gibt nicht viele markierte Spaziergänge auf Shetland, da in Schottland die Regel „free to roam“ (frei umherwandern) gilt, natürlich ohne einen Schaden anzurichten oder Tore offenzulassen.

Man braucht unbedingt Gummistiefel für diesen Spaziergang.

Der feuchte Boden hat in diesem Herbst eine unglaubliche Vielfalt an Pilzen produziert.

Die Wolken waren spektakulär, der sonnige Nachmittag wurde langsam von einer Regenfront verdrängt.

Im Frühling und Sommer brüten viele Vögel an diesem See und die Wildgänse benützen ihn als Rastplatz auf dem Weg weiter in den Norden und auf dem Rückweg in den Süden.

Wir haben es gerade noch vor dem Regenguss nach Hause geschafft.

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Voe of Footabrough

Es ist wirklich nicht weit zum Voe of Footabrough, aber letztes Wochenende war mein erster Spaziergang dorthin.

Der Weg führt über Schafweiden und so mussten die Hunde zuhause bleiben.

Dieses alte Crofthaus hat eine wunderschöne Aussicht über den Voe.

Der Bach, der bei unserem Haus vorbei gurgelt, fliesst schlussendlich in den Voe of Footabrough.

Die Insel Foula versteckte sich in einer Regenwolke.

Das Wetter kann sich sehr schnell ändern und so kam Foula doch noch zum Vorschein.

Ein Stück Regenbogen begleitete uns auf dem Heimweg.

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Herbsttag

Die Tage werden kürzer und die Sonnentage muss man geniessen. Heute war so ein Tag, Sonnenschein mit einem kräftigen, kalten Wind.

Die Wildblumen sind verblüht und die Brutvögel sind in den Süden geflogen. Die Isländer und Shetland Ponies haben schon ein gutes Winterfell und sie geniessen die grossen Weiden. Sie haben Zugang zu vier Wiesen, eine fünfte ist noch in Reserve für den Winter. Wir haben in unserem ersten Sommer auf der Croft hoffentlich eine bessere Graswirtschaft betrieben als unser Vorgänger und brauchen nicht so viel Heu als Zusatzfutter.

Richtung Norden

Das ist der Blick in Richtung Norden. In den letzen paar Nächten konnte man das Nordlicht sehen. Die Aurora Borealis wird in Shetland Mirrie Dancers genannt. Leider habe ich kein Photo, eine Investition in eine gute Kamera wird wohl nötig sein…

Voe of Footabrough

Die Tomaten haben es nicht ganz geschafft, im Shetland Sommer rot zu werden. Die Tage sind zwar lang, aber es ist auf die Dauer nicht warm genug. Der Wintergarten ist kurzfristig zu einem Gewächshaus geworden.

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Tag der Islandpferde

Normalerweise ist der Internationale Tag der Islandpferde am 1.Mai, dieses Jahr ist alles etwas anders und ein Ritt wurde Anfags September organisiert. Es gibt ungefähr 30 Islandpferde auf Shetland und an diesem wunderschönen Sonntag kamen 10 Reiter mit ihren Pferden zusammen. Das Ziel des Ritts war Bannamin Beach auf der Insel Burra.

Für uns bedeutete das eine Stunde Fahrt, auf diesen engen Strassen braucht es Geduld mit dem Pferdetransporter zu fahren. Leider konnte Fönix nicht mitkommen, wir warteten auf einen neuen Sattel.

Unsere Nachbarn mit ihren Pferden Iacs und Haakon waren auch dabei.

Dies ist die Aussicht auf East Burra, unser Ritt ist auf West Burra.

Es ist ein kleiner, aber wunderschöner Sandstrand, Bannamin Beach.

Die Gruppe reitet gemütlich zum anderen Ende des Strandes und dann im Galopp oder Tölt zurück. Einige Pferde sind dann mutig und suchen die Abkühlung im kalten Atlantik.

Es ist wirklich eine tolle Erfahrung mit einer Gruppe Islandpferde zu reiten.

Eine verschwitzte, aber glückliche Hekla, sie hat die Gesellschaft der anderen Isländer genossen. Es war ein perfekter Tag zu Ehren der Islandpferde.

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Heimreise

Die schönste Heimreise nach Shetland ist mit der Autofähre von Aberdeen nach Lerwick.

Northlink hat zwei identische Schiffe, Hrossey und Hjaltland. Dies sind die altnordischen Namen für Orkney und Shetland. Die Fähren sind jede Nacht unterwegs, eine verlässt Aberdeen, die andere Lerwick. Nur bei extremen Wetterbedingungen ist die Überfahrt abgesagt, die Reisen sind berühmt-berüchtigt. In den Sommermonaten ist der Nordatlantik häufig spiegelglatt.

Die Fähren machen jede zweite Nacht einen Zwischenstop in Kirkwall, Orkney. Die Ankunftszeit in Lerwick ist immer 07.30 und 07.00 in Aberdeen. Wenn die Fähre von Aberdeen auf Orkney anlegt, verschiebt sich die Abfahrtszeit von 19.00 auf 17.00. Eine Überfahrt dauert also 12 oder 14 Stunden.

Autos, Wohnmobile und Wohnwagen, Reisebuse und Fracht werden verladen. Es gibt Kabinen, Sleep pods und zurücklegbare Sitze je nach vorhandenem Budget. Die Schiffe haben eine Cafeteria, zwei Bars, einen Shop und ein Kino.

Der Hafen von Aberdeen ist der Anlegeplatz für alles was mit Nordsee Öl zu tun hat.

Das Topdeck bietet eine schöne Aussicht bei Abfahrt und Ankunft.

Die Ankunft in Shetland ist es wert etwas früher aufzustehen.

Immer ein schöner Ausblick auf Lerwick.

Diese Skyline ist bekannt, wenn man die Krimi Serie Shetland am Fernseher gesehen hat. Diese alten Granithäuser am Wasser sind die Lodeberries.

Wieder zuhause!

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Sand

Sand ist ein schöner Strand an der Westküste von Shetland. An einem grauen Tag war keine Menschenseele zu sehen. Es gibt keine Wegweiser für die Anfahrt, die Strasse ist eng, aber es gibt einen, für Shetland Verhältnisse, grossen Parkplatz.

Heutzutage ist der Strand leer, aber früher waren da viele kleine Boote zum Fischen und Transport von Gütern und Menschen. Der Strand war auch ein idealer Ort für den Walfisch Fang, die Tiere wurden in die Bucht und in das seichte Wasser am Strand getrieben. Die letzte Wal Jagd hier war in 1899.

Hier sieht man ein Überbleibsel eines Landungsstegs.

St Mary`s Kirk, oder was noch davon übrig ist, gebaut im 12. Jahrhundert und eine Ruine seit 1760.

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Walls

Walls ist 5 km von uns entfernt und ist unser nächstes Dorf. Walls wird lokal Waas genannt. Es gibt eine Primarschule mit einem kleinen öffentlichen Hallenbad, einen Dorfladen mit Post und Tankstelle, ein Altersheim, eine Hausarztpraxis, einen Gemeindesaal und zwei Kirchen.

In dieser Methodisten Kirche gibt es jeden Freitag Mittag ein Gemeinde Kaffee, es gibt verschiedene Suppen, Bacon-Sandwiches und eine grosse Auswahl an hausgemachten Kuchen.

Jede Ortschaft in Shetland hat einen Gemeindesaal für Feste, Hochzeiten und Gemeinde Aktivitäten. Eine Shetland Kuriosität sind die Take-Aways. Die Entfernung zu Lerwick ist zu gross, um sich ein chinesisches, indisches oder Fish and Chips Take-Away zu holen, und da dies zum britischen Leben gehört, kommen die Take-Aways in unregelmässigen Abständen in die Gemeindesääle. Die Vorfreude ist gross, wenn man das Plakat für Chinesisch sieht.

Jede Gemeinde hat öffentliche Toiletten für Besucher.

Der Bus nach Lerwick fährt mehrmals am Tag und die Reise dauert ca. eine Stunde.

Der Hafen von Walls ist durch die beiden Inseln Linga und Vaila etwas von Stürmen geschützt. Es gibt einige Fischerboote und eine Fährverbindung zur Insel Foula.

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Sumburgh Head

Sumburgh Head ist die Südspitze von der Shetland Hauptinsel, ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Einheimische. Bei guter Sicht kann man am Horizont Fair Isle erkennen, in den Sommermonaten wohnen hier die Puffins und andere Seevögel, und wenn man ganz ausserordenliches Glück hat, sieht man Orcas und Buckelwale.

Auf einer engen Strasse erreicht man den Parkplatz mit dem kleinen Leuchtturm, das letzte Stück gehts zu Fuss.

Die Aussicht auf dem Weg nach oben ist fantastisch und die Felsstrukturen sind faszinierend.

Photo Katie Smith
Wal Knochen

Diese Klippen sind Nistplätze für tausende von Seevögeln.

Der Leuchtturm, nach einem Design von Robert Stevenson (ein berühmter schottischer Bauingenieur), wurde, als erster Leuchtturm auf Shetland, in 1821 gebaut. Der Leuchtturm wurde 1991 automatisiert. Heute sind die Gebäude ein Besucherzentrum, Museum, Cafe und sogar eine Ferienwohnung.

Das Nebelhorn ist restauriert und ertönt noch zu speziellen Anlässen.

Die graue Hütte neben dem Nebelhorn ist eine Radarhütte aus dem zweiten Weltkrieg. Diese Radarstation entdeckte im April 1940 deutsche Bombenflugzeuge früh genug, um einen Angriff auf die britische Flotte in Orkney zu verhindern.

Weil sie so schön sind, hier noch einmal Puffins…..

Photo Katie Smith
Photo Katie Smith
Photo Katie Smith
Photo Katie Smith
Katie Smith
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Vögel

Photo Katie Smith

Bevor ich nach Shetland kam, kannte ich ausser Möwen, Spatzen und Amseln keine Vögel. Hier gibt es so viele wunderschöne und interessante Vögel, dass man automatisch mehr wissen möchte. Shetland liegt auf der Zugvögel Route vom Süden in den hohen Norden und Vogelkenner machen jedes Jahr interessante Entdeckungen. Die Vogelbeobachtungsstation auf Fair Isle ist von grosser Bedeutung, leider ist das Haus letztes Jahr abgebrannt, aber dank weltweiter Unterstützung wird die Station wieder aufgebaut. Die Beobachtungen und Datensammlungen gehen trotzdem weiter.

Ein kleiner Teil unserers Grundstücks ist sehr nass, vor ein paar Jahren wurden Entwässerungsgräben angelegt, in der Hoffung mehr trockene Weiden zu erhalten. Diese Praxis ist umstritten, wird aber leider immer noch angewendet. Die Gräben hier sind mittlerweile mit Pflanzen gefüllt und der Boden ist weich. Dies ist ein idealer Platz für Brachvögel, die mit ihren langen Schnäbeln hier nach Futter suchen. Mit mehr als genug Weide für die Pferde, haben wir dieses Feuchtwiese abgetrennt und hofften, die Vögel würden dieses ungestörte Landstück finden. In den letzten 8 Jahren wurden alle Weiden das ganze Jahr über benutzt, so ist es ein interessantes Experiment, zu sehen was passiert, wenn man Wiesen eine Ruhezeit gönnt.

Photo Katie Smith
Photo Katie Smith

Die ersten auf dem Platz waren ein Redshank (Rotschenkel) Paar. Diese Vögel brüten am Boden, eine von Pflanzen geschützte Mulde dient als Nest. Ich bin ziemlich sicher, dass es ein Nest mit Eiern gab, die Eltern haben uns immer genau beobachtet und einen ziemlichen Lärm gemacht, obwohl wir die geschützte Wiese nie betreten. Ob tatsächlich ein Kücken geschlüpft ist und überlebt hat, wissen wir leider nicht. Aber hoffentlich kommen sie nächstes Jahr wieder. Wir werden die Pferde im September dort für eine kurze Zeit grasen lassen und hoffen auf weitere Brutpaare.

Photo Katie Smith

Der Kiebitz ist ein weiterer Vogel, der Feuchtgebiete braucht und ist ebenfalls ein Bodenbrüter. Unser Stück Feuchtwiese war ideal zur Futtersuche, vielleicht werden sie ja auch einmal dort brüten.

Photo Katie Smith
Photo Katie Smith

Der Brachvögel ist der Lieblingsvogel meiner Tochter und wir freuen uns jeden Tag, diese schönen Vögel zu sehen. Ihr Verhalten zeigt, dass irgendwo ein Nest ist, die Ablenkungsmanöver dieser Vögel ist sehr interessant, sie rennen am Boden um Feinde vom Nest wegzulocken und fliegen erst im letzten Moment.

Photo Katie Smith

Möwen, Krähen und Raubmöwen sind Feinde, die Nester für Eier und Küken plündern. Ein Alarmruf von einem Brachvogel bringt nicht nur die selbe Art Vogel zu Hilfe, sondern auch Austernfischer, Kiebitze, Redshanks und sogar Stare, dessen geschützte Nester gar nicht in Gefahr sind. Häufig werden die angehenden Nesträuber in die Flucht geschlagen.